Räucherkammern

Die Räucherkammern sind Einrichtungen, die für die industrielle Produktion von Fleischprodukten und anderen Lebensmittelprodukten bestimmt sind. Sie ermöglichen die Rötung, das Trocknen, die Räucherung und das Kochen in einem Herstellungszyklus ohne die Notwendigkeit einer weiteren Verarbeitung.

Die Konstruktion der Räucherkammern wird in Form von Modulen gelöst. Durch die Zusammensetzung einzelner Module kann man eine Einrichtung der gewünschten Kapazität, die dem Bedarf des Nutzers entspricht, herstellen.

Die Grundausstattung von Räucherkammern:
  • Mikroprozessorssteuerungssystem
  • Psychrometrische Feuchtigkeitsmessung
  • Erwärmungssystem im Temperaturbereich 0 - 100°C
  • Reinigungssystem
  • Befeuchtungssystem
  • Zirkulationssystem
  • Rauchzufuhrsystem
  • Frischluftzufuhrsystem
  • Lüftungssystem
  • Rauchentwickler

Das Mikroprozessorssteuerungssystem steuert den technologischen Prozess der Wärmebehandlung des Produktes durch ein vorgewähltes Programm. Es steuert und regelt den Rauchentwickler, das Reinigungssystem in der Kammer und den Lauf der Ventilatoren. Es überwacht die Feuchtigkeit und Temperatur in der Kammer, die Temperatur im Produktkern und die Temperatur im Rauchentwickler. Auf dem Bildschirm werden Feuchtigkeit und Temperatur in der Kammer, Temperatur im Produktkern, aktuelle Zeit, Programm- und Prozessschrittnummer dargestellt. Diese Angaben kann man auch durch den Computer, Drucker und Schreiber feststellen. Es ist auch möglich, diese Angaben zu speichern. Das Mikroprozessorssteuerungssystem ermöglicht die Speicherung von bis zu 99 Programmen, wobei jedes Programm bis zu 20 Schritte beinhalten kann. Die Programme, die durch einen Stromausfall unterbrochen wurden, setzen nach der Spannungserneuerung wieder an der gleichen Stelle fort.

Die psychrometrische Feuchtigkeitsmessung - die Feuchtigkeit in der Räucherkammer wird auf der Grundlage der durch das „trockene“ Thermometer gemessenen Temperatur und der durch das „nasse“ Thermometer vom Mikroprozessorssteuerungssystem gemessenen Temperatur berechnet.

Wählbare Erwärmungssysteme der Räucherkammern:

  • Elektroerwärmungssystem
  • Dampferwärmungssystem
  • Gaserwärmungssystem

Das Reinigungssystem wird durch das Mikroprozessor-Steuerungssystem gesteuert, das die Reinigung des Inneren der Räucherkammer ermöglicht.

Das Befeuchtungssystem wird durch das Mikroprozessor-Steuerungssystem gesteuert, und zwar im Zusammenhang mit dem gemessenen Feuchtigkeitswert in der Räucherkammer. Durch die Befeuchtung mit Wasser kann hier eine maximale Feuchtigkeit von 92% erreicht werden. Das Wasser wird durch Düsen im Inneren der Kammer versprüht, um die Heizflächen zu treffen. Es kommt damit zur fast vollkommenen Verdampfung des Wassers.

Das Zirkulationssystem ermöglicht durch Umlaufgebläse eine gleichmäßige Strömung der Luft, des Luft-Rauch-Gemisches oder des Dampfes und damit auch eine gleichmäßige Verteilung der Temperatur in der Räucherkammer. Bestandteile des Zirkulationssystems sind auch das System der Rauch- und Frischluftzufuhr sowie das Lüftungssystem.

Das Rauchzufuhrsystem besteht aus einer Verbindungsrohrleitung vom Rauchentwickler zur Räucherkammer und aus einer Absperrklappe.
Das Frischluftzufuhrsystem beinhaltet eine Frischluftzufuhrklappe.

Das Lüftungssystem besteht aus einer Absperrklappe, einem Abzugsventilator und einem Schornstein.

Der Rauchentwickler ist ein untrennbarer Teil der Räucherkammern. Zur Verfügung stehen zwei Typen von Rauchentwicklern, in Anhängigkeit von der erforderlichen Rauchmenge.

Wählbare Ergänzungsteile zu den Räucherkammern:

  • Kühlung (für die Möglichkeit der Räucherung durch den kalten Rauch)
  • Dusche
  • Katalysator
  • Räucherwagen
  • Räucherstöcke

Wählbare Konstruktionsausführung der Räucherkammern:

  • Standardausführung
  • Durchgängige Ausführung
  • Zweireihige Ausführung

Die Standardausführung ermöglicht eine Rangierung der Räucherwagen hintereinander längs der Räucherkammer.

Die durchgängige Ausführung unterscheidet sich von der Standartausführung durch eine weitere Tür, die zum Ausfahren der Räucherwagen aus der Räucherkammer dient. Der Höchstpunkt des Kammerbodens befindet sich in der Mitte, die Bodenneigung ist in Richtung zur Tür.

Die zweireihige Ausführung ermöglicht die Rangierung der Räucherwagen in zwei Reihen nebeneinander längs der Räucherkammer.

Wählbare Ausführung des Türöffnens in den Räucherkammern:

  • linke Ausführung
  • rechte Ausführung


KWU 1
KWU 1

KWU 2
KWU 2

KWU 3
KWU 3

KWU 4
KWU 4

Räucherkammern KWM M KWU 1 KWU 2 KWU 3 KWU 4
1. Breite a / (mm) 1 200 1 620 1 620 1 620 1 620
2. Breite b / (mm) 460 460 460 460 460
3. Breite c / (mm) 1 660 2 080 2 080 2 080 2 080
4. Tiefe d / (mm) 1 310 1 330 2 395 3 470 4 540
5. Tiefe e / (mm) 1 720
6. Höhe f / (mm) 2 850 3 320 3 320 3 720 3 720
7. Höhe g / (mm) 2 200 2 640 2 640 2 640 2 640
8. Gewicht / (kg) 700 1 380 1 900 2 400 3 100
9. A Leistungsaufnahme
der Räucherkammern (kW)
27 27 54 81 108
10. B Leistungsaufnahme
der Kochkammern / (kW)
26 26 52 78 104
11. Produkte / (kg/8 h) 460 – 600 600 – 800 1 200 – 1 600 1 800 – 2 400 2 400 – 3 200
12. Anzahl der Räucherwagen 1 1 2 3 4
13. Größe der Räucherwagen 0,75 x 1 x 1,7 1,0 x 1,0 x 2,0 1,0 x 1,0 x 2,0 1,0 x 1,0 x 2,0 1,0 x 1,0 x 2,0